Die BaFin warnt am 22.10.2026 vor Festgeld- und Tagesgeldangeboten über denmarkubs[.]com. Die UBS Europe SE hat damit nichts zu tun: Identitätsdiebstahl.
Die Kernaussage der BaFin vom 22.10.2026 ist eindeutig. Über die Website denmarkubs[.]com werden angebliche Tagesgeld- und Festgeldangebote verbreitet, und es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber dort ohne Erlaubnis Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen anbieten. Die UBS Europe SE, die bei der BaFin registriert ist, steht nach den Erkenntnissen der Aufsicht in keinerlei Zusammenhang mit diesen Angeboten. Die BaFin spricht ausdrücklich von Identitätsdiebstahl. Wer dort angelegt hat, hat sein Geld also nicht der UBS anvertraut, sondern Unbekannten, die deren Namen benutzen.
Was hat die BaFin zu denmarkubs[.]com genau mitgeteilt?
Die BaFin hat am 22.10.2026 vor angeblichen Tagesgeld- und Festgeldangeboten über die Website denmarkubs[.]com gewarnt; in der Überschrift ihrer Meldung schreibt sie die Domain als denmarksubs[.]com, im Text als denmarkubs[.]com. Gemeint ist dieselbe Warnung. Prüfen Sie in Ihren Unterlagen beide Schreibweisen, denn solche Angebote arbeiten oft mit leicht abgewandelten Adressen. Die BaFin nennt keine Betreiber, keine Anschrift und keine Kontoverbindung. Wer die Empfängerdaten aus seinen eigenen Kontoauszügen kennt, weiß damit mehr als die öffentliche Meldung, und genau diese Daten sind der Schlüssel für jeden weiteren Schritt.
Nach der Mitteilung besteht der Verdacht unerlaubter Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen. Die BaFin stützt ihre Information auf § 37 Abs. 4 Kreditwesengesetz. Zugleich hält sie fest, dass die UBS Europe SE in keinerlei Zusammenhang mit den Angeboten auf dieser Website steht. Die echte UBS ist hier nicht Anbieterin, sondern diejenige, deren Name missbraucht wird. Wer Festgeld anbietet, nimmt Einlagen an; in Deutschland ist das ein Bankgeschäft, für das eine Erlaubnis der BaFin nach § 32 Abs. 1 KWG erforderlich ist. Was ein solcher Eintrag für Sie bedeutet, erklärt der Ratgeber zur fehlenden Erlaubnis.
Woran erkenne ich ein echtes Festgeldangebot?
Sie erkennen es an Merkmalen, die sich unabhängig von der Website prüfen lassen. Ein echtes Festgeldkonto wird auf Ihren Namen bei der Bank selbst geführt. Vor der Eröffnung prüft die Bank Ihre Identität, meist per Video- oder Post-Identverfahren, und Sie erhalten Zugang zum Online-Banking dieser Bank. Ihre Einlage überweisen Sie auf ein Konto, das auf Ihren Namen lautet oder eindeutig der Bank zugeordnet ist, nicht auf ein Konto einer Privatperson oder einer unbekannten Firma.
Ist mein Geld weg, wenn ich auf denmarkubs[.]com angelegt habe?
Nicht zwangsläufig, aber die Zeit arbeitet gegen Sie. Entscheidend ist, wohin Ihr Geld tatsächlich geflossen ist. Der Name auf der Website sagt darüber nichts, Ihr Kontoauszug sagt alles: Empfängername, IBAN, Bank des Empfängers, Datum, Betrag. Liegt das Empfängerkonto in Deutschland oder in einem anderen EU-Staat, lässt sich der Kontoinhaber ermitteln, und Guthaben können gesichert werden, solange sie noch nicht weitergeleitet sind. Haben Sie in Kryptowerten gezahlt, zeigt ein Krypto-Tracing, wohin die Coins geflossen sind.
Bitten Sie deshalb Ihre Bank sofort und schriftlich, einen Rückruf der Überweisung zu veranlassen, und nennen Sie die BaFin-Warnung vom 22.10.2026. Ein Rückruf verpflichtet die Empfängerbank nicht zur Rückzahlung, aber er setzt einen Prozess in Gang: Die Empfängerbank wird auf das Konto aufmerksam. Welche Sicherungsinstrumente es gibt, erklärt der Beitrag zu Vermögensarrest und Freezing.
Haftet meine eigene Bank, wenn sie die Überweisung ausgeführt hat?
Das hängt von den Umständen der Zahlung ab. Ihre Bank führt Ihre Aufträge grundsätzlich aus, ohne den Sinn des Geschäfts zu prüfen. Es gibt aber Konstellationen, in denen sie Warnsignale hätte erkennen und nachfragen sollen, etwa bei ungewöhnlich hohen Beträgen, die so gar nicht zu Ihrem bisherigen Zahlungsverhalten passen, oder bei Empfängern, die als auffällig bekannt sind. Seit Oktober 2025 gleichen Banken in der EU bei Überweisungen zudem Empfängername und IBAN ab; diese Empfängerüberprüfung zeigt Ihnen einen Hinweis, wenn beides nicht zusammenpasst.
Ob in Ihrem Fall ein solcher Hinweis erfolgt ist und was Ihre Bank daraus gemacht hat, ist eine zentrale Frage. Bitten Sie Ihre Bank schriftlich um Auskunft, welche Ergebnisse die Empfängerüberprüfung bei Ihren Überweisungen angezeigt hat, und heben Sie die Antwort auf. Mehr zu den Maßstäben steht im Ratgeber zur Bankenhaftung auf kryptoschaden.de.
Welche Unterlagen brauche ich jetzt?
Sie brauchen alles, was den Weg Ihres Geldes und die Täuschung über den Absender belegt. Dazu gehören die Kontoauszüge zu jeder Zahlung, der angebliche Festgeldvertrag, Bestätigungen und Kontoauszüge, die Ihnen über die Website oder per E-Mail geschickt wurden, die gesamte Korrespondenz mit Absenderadressen sowie Notizen zu Anrufen mit Datum, Uhrzeit und Rufnummer. Speichern Sie E-Mails vollständig, nicht nur als Screenshot, denn die technischen Kopfzeilen können später wichtig werden.
Halten Sie außerdem fest, wie Sie auf das Angebot gestoßen sind: über eine Vergleichsseite, eine Anzeige, einen Anruf. Solche Angebote werden oft über Werbeseiten verbreitet, die selbst kein Anbieter sind. Prüfen Sie weitere Namen aus Ihren Unterlagen in der Übersicht der Warnungen.
Was ist, wenn sich jetzt jemand meldet, der mir helfen will?
Seien Sie gerade jetzt besonders vorsichtig. Nach Warnungen wie dieser melden sich oft angebliche Rückholdienste, angebliche Mitarbeiter von Behörden oder sogar Personen, die sich als Anwälte ausgeben. Sie kennen erstaunlich viele Details Ihres Falls und verlangen eine Vorauszahlung für die Rückholung. Zahlen Sie nichts an Unbekannte, die von sich aus auf Sie zukommen. Prüfen Sie jede angebliche Kanzlei im Anwaltsverzeichnis der Rechtsanwaltskammern und jede angebliche Behörde über deren offizielle Website; mehr dazu im Beitrag zum Recovery Scam.
Welche Schritte helfen mir jetzt am meisten?
Am meisten hilft Ihnen die richtige Reihenfolge. Stoppen Sie alle weiteren Zahlungen, auch angebliche Gebühren, Steuern oder Sicherheitsleistungen für eine Auszahlung. Bitten Sie Ihre Bank schriftlich um Rückruf. Stellen Sie eine Liste aller Zahlungen mit Empfänger, IBAN und Bank zusammen. Sichern Sie die Korrespondenz vollständig. Dann lässt sich prüfen, ob das Geld auf einem Konto liegt, das sich sichern lässt, und ob Ihre eigene Bank für einen Teil des Schadens einsteht.
Schicken Sie mir Ihre Kontoauszüge, den angeblichen Festgeldvertrag und die Korrespondenz zu denmarkubs[.]com – ich prüfe, wo Ihr Geld gelandet ist und wer dafür einsteht.

![denmarkubs[.]com: BaFin-Warnung vom 22.10.2026](https://kryptoschaden.de/wp-content/uploads/2026/10/denmarkubs-com-bafin-warnung-ubs-festgeld-22102026-1024x576.jpg)