Rock Point Partners – Betrug aufgedeckt — Ihre Rechte und Handlungsoptionen


Rock Point Partners – Betrug aufgedeckt

Wer im Internet nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten sucht, stößt früher oder später auf Plattformen, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig wirken: professionelles Design, prestigeträchtige Büroadressen in Zürich oder New York, internationale Reichweite und vollmundige Renditeversprechen. Rock Point Partners ist genau eine solche Plattform — und sie ist nach aktuellem Kenntnisstand betrügerisch. Zwei europäische Finanzaufsichtsbehörden haben inzwischen öffentlich gewarnt, und je länger Sie warten, desto geringer werden Ihre Chancen, verlorenes Kapital zurückzuerhalten. Wenn Sie in Rock Point Partners Betrug vermutet haben oder bereits Geld transferiert haben, sollten Sie diesen Artikel vollständig lesen.

📣 Telegram-Kanal der Fachanwältin

Kryptobetrug erkennen. Richtig reagieren. Geld einfrieren lassen.

Tagesaktuelle BaFin-Warnungen, Blockchain-Tracing-Einblicke und Praxisfälle aus der Fachanwaltskanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht — direkt von Rechtsanwältin Anna O. Orlowa, LL.M.

▶ Jetzt @kryptobetrug_anwaeltin auf Telegram folgen


Doppelte Warnung: FINMA und schwedische Finansinspektionen schlagen Alarm

Der erste offizielle Warnschuss kam am 27. März 2026 von der schwedischen Finansinspektionen (FI). Die schwedische Aufsichtsbehörde stellte in ihrem Investor Alert unmissverständlich fest, dass sie nicht feststellen konnte, dass Rock Point Partners Inc überhaupt ein real existierendes Unternehmen ist. Das ist eine außergewöhnlich scharfe Formulierung: nicht fehlende Lizenz, nicht unvollständige Unterlagen — sondern die Unfähigkeit, den Nachweis einer realen Unternehmensexistenz zu erbringen.

Knapp eine Woche später, am 1. April 2026, schloss sich die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA an und veröffentlichte eine eigene Warnung zu Rock Point Partners. Die FINMA ist in der Schweiz die zuständige Behörde für die Überwachung von Banken, Versicherungen und Wertpapierhändlern. Ihre Warnung hat erhebliches Gewicht: Rock Point Partners verfügt über keine Bewilligung der FINMA, ist nicht im Schweizer Handelsregister eingetragen und darf in der Schweiz keinerlei Finanzdienstleistungen erbringen.

Dass innerhalb von wenigen Tagen gleich zwei Behörden aus unterschiedlichen Ländern unabhängig voneinander warnen, ist kein Zufall. Es belegt, dass Rock Point Partners grenzüberschreitend Opfer anwirbt und dabei gezielt auf internationale Strukturen setzt, um Ermittlungen zu erschweren. Ähnliche Strukturen hat Europol in koordinierten Operationen gegen kriminelle Krypto-Netzwerke bereits dokumentiert.


Prestigeadressen ohne reale Präsenz: Bahnhofstrasse Zürich und Park Avenue New York

Auf ihren Websites gibt Rock Point Partners zwei Adressen an, die kaum prestiereicher sein könnten: Bahnhofstrasse 10, 8001 Zürich — eine der teuersten und bekanntesten Finanzadressen der Welt — sowie 445 Park Avenue, 9th Floor, New York, NY 10022, eine Adresse im Herzen von Midtown Manhattan. Beide Angaben sollen Seriosität und internationale Verankerung suggerieren.

Doch eine Überprüfung des Schweizer Handelsregisters ergibt: Rock Point Partners existiert dort nicht. Kein Firmeneintrag, keine Handelsregisternummer, keine Jahresabschlüsse. Das ist kein Formalfehler — in der Schweiz ist jedes Unternehmen, das gewerbsmäßig tätig ist, zur Eintragung verpflichtet. Das Fehlen dieses Eintrags belegt, dass die Züricher Adresse nichts weiter als eine Fassade ist. Dasselbe gilt für die New Yorker Anschrift: Renommierte Büroadressen wie die Park Avenue können als sogenannte virtuelle Büros für wenige Dollar pro Monat angemietet werden, ohne dass dort jemals ein Mitarbeiter physisch präsent war.

Dieses Muster ist aus dem Bereich des digitalen Asset-Tracings gut bekannt. Betrügerische Plattformen wählen gezielt Adressen, die mit seriöser Finanzwirtschaft assoziiert werden, weil sie wissen, dass viele Anleger eine Adressüberprüfung nicht weiter vertiefen. Sie verlassen sich auf den Vertrauensvorschuss, den Namen wie „Bahnhofstrasse“ oder „Park Avenue“ erzeugen.


Clone Firm: Ein Name als Waffe gegen das Vertrauen der Anleger

Der Begriff „Clone Firm“ bezeichnet eine besonders perfide Variante des Investitionsbetrugs: Ein fiktives Unternehmen wählt einen Namen oder eine Aufmachung, die bewusst etablierte, regulierte Marktteilnehmer imitiert. „Rock Point Partners“ klingt nach einem seriösen angloamerikanischen Investmenthaus, nach Private Equity oder Vermögensverwaltung — und genau das ist die Absicht. Der Name ist nah genug an real existierenden Firmen, um Vertrauen zu wecken, aber gerade weit genug entfernt, um rechtliche Verwechslungsvorwürfe schwieriger zu machen.

Wenn Sie also im Netz nach „Rock Point Partners“ suchen und dabei auf Bewertungen oder Erfahrungsberichte stoßen, die durchweg positiv klingen, sollten Sie besonders misstrauisch sein. Gefälschte Erfahrungsberichte und manipulierte Bewertungsportale gehören zum Standardrepertoire solcher Plattformen. Sie sollen den ersten Eindruck verstärken und Skepsis im Keim ersticken, bevor Sie Ihre erste Einzahlung tätigen.

Die rechtliche Einordnung des Clone-Firm-Musters ist in Deutschland eindeutig. Wer durch täuschende Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Vermögensübertragung verleitet, erfüllt den Tatbestand des Betrugs nach § 263 StGB. Hinzu kann § 264a StGB treten, der den Kapitalanlagebetrug gesondert unter Strafe stellt. Auf zivilrechtlicher Ebene eröffnen § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit den genannten Strafnormen sowie § 826 BGB — vorsätzliche sittenwidrige Schädigung — weitere Anspruchsgrundlagen für Schadensersatz.


Mehrere Domains, eine Methode: rockpointpartners.com, .vip und .live

Rock Point Partners betreibt nicht etwa eine einzige Website, sondern gleich drei Domains: rockpointpartners.com, rockpointpartners.vip sowie rockpointpartners.live. Diese Mehrfachstruktur ist kein Zufall und kein Marketingansatz — sie ist eine Überlebensstrategie betrügerischer Plattformen. Wenn eine Domain durch eine Behörde gesperrt, durch Registrare gesperrt oder in Suchmaschinen herabgestuft wird, sind die anderen noch aktiv. Opfer werden nahtlos von einer Domain zur nächsten weitergeleitet, ohne zu bemerken, dass sich dahinter exakt dieselbe kriminelle Struktur verbirgt.

Auffällig ist zudem die E-Mail-Kommunikation des Unternehmens. Verwendet werden die Adressen support@rockportpartners.vip sowie info@rockportpartners.com — beachten Sie den subtilen Schreibfehler: „rockport“ statt „rockpoint“. Solche Inkonsistenzen bei eigenen Kontaktdaten sind ein deutliches Warnsignal. Seriöse Finanzdienstleister prüfen ihre Außendarstellung mit größter Sorgfalt. Wer seine eigene Firma in E-Mail-Adressen falsch schreibt, zeigt damit, dass hinter dem Vorhaben keine professionelle Organisation steht — oder dass die Betreiber bewusst auf Verwirrung setzen, um Rückverfolgungen zu erschweren.

Das Finanzaufsichtsrecht ist in diesem Punkt klar: Wer ohne Erlaubnis gewerbsmäßig Finanzdienstleistungen erbringt, verstößt gegen § 32 KWG in Verbindung mit § 1 KWG. Die Verletzung dieser Erlaubnispflicht ist nach § 54 KWG strafbewehrt. Zusätzlich können die Vorschriften der europäischen MiCAR einschlägig sein, die das Anbieten von Krypto-Dienstleistungen ohne Zulassung innerhalb der EU reguliert.


Was Rock Point Partners Betrug für Ihre rechtliche Situation bedeutet

Wenn Sie Geld an Rock Point Partners überwiesen haben, stehen Sie vor mehreren rechtlichen Optionen, die Sie zügig prüfen lassen sollten. Auf strafrechtlicher Ebene empfiehlt sich eine Anzeige nach § 152 StPO, die Staatsanwaltschaften zur Einleitung von Ermittlungsverfahren nach § 170 StPO verpflichten kann. Parallel dazu können Maßnahmen zur vorläufigen Vermögenssicherung nach §§ 111b und 111e StPO beantragt werden — das ist besonders dann relevant, wenn die Täter noch Vermögenswerte halten, die im Rahmen der erweiterten Einziehung nach §§ 73 und 73a StGB abgeschöpft werden könnten.

Zivilrechtlich ist die Lage differenzierter, aber keineswegs aussichtslos. Rückforderungsansprüche aus § 812 BGB (ungerechtfertigte Bereicherung) kommen ebenso in Betracht wie Schadensersatzansprüche aus § 280 BGB oder § 286 BGB. Haben Sie Zahlungen über ein reguliertes Zahlungsinstitut oder eine Bank geleistet, können je nach Sachverhalt Haftungsansprüche nach § 675u BGB oder § 675v BGB relevant sein — hierzu berät Sie das Fachgebiet der Bankhaftung weiterführend. Verträge, die durch arglistige Täuschung nach § 123 BGB oder unter Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot nach § 134 BGB geschlossen wurden, sind darüber hinaus anfechtbar beziehungsweise nichtig — was Rückzahlungsansprüche auslösen kann.

Zentral ist dabei: Je früher Sie handeln, desto besser. Kriminelle Plattformen verschieben Gelder schnell und ziehen oft innerhalb kurzer Zeit die Server um oder stellen den Betrieb ein. Jede Woche, die verstreicht, reduziert die Möglichkeit, Vermögenswerte zu identifizieren und zu sichern. Rock Point Partners Betrug ist kein Bagatellfall — es handelt sich um organisierte Finanzkriminalität mit internationalem Zuschnitt.


Sie haben durch eine betrügerische Plattform Geld verloren? Schildern Sie uns Ihren Fall — unsere Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht prüft Ihre Handlungsoptionen. Schreiben Sie an kryptoschaden@rexus-recht.de oder nutzen Sie das Kontaktformular auf kryptoschaden.de.


Beweissicherung: Was Sie jetzt sofort tun sollten

Bevor Sie weitere Schritte einleiten, sollten Sie alle verfügbaren Belege sichern. Dazu zählen Kontoauszüge oder Krypto-Transaktionsnachweise, sämtlicher Schriftverkehr mit der Plattform, Screenshots der Website in allen genutzten Domains sowie alle Login-Daten, Vertragsunterlagen und Zahlungsbelege. Löschen Sie nichts — auch Nachrichten, die Ihnen im Nachhinein verdächtig erscheinen, können im Rahmen eines Strafverfahrens entscheidend sein. Speichern Sie die Unterlagen an mehreren Orten und übergeben Sie eine vollständige Kopie an Ihre rechtliche Beratung.

Geldwäscherechtlich ist die Struktur von Rock Point Partners ebenfalls relevant: Wer wissentlich Erträge aus betrügerischen Aktivitäten in Umlauf bringt oder verschleiert, riskiert eine Strafverfolgung nach § 261 StGB. Das betrifft die Täter — nicht die Opfer. Für Sie als Geschädigten ist es jedoch wichtig zu wissen, dass die Strafverfolgungsbehörden bei solchen Fällen auch internationale Rechtshilfeersuchen nutzen, und je vollständiger Ihre Dokumentation ist, desto wirkungsvoller kann eine koordinierte Ermittlung werden.

„Wenn Sie Opfer von Krypto-Betrug geworden sind, zählt jede Stunde. Sichern Sie Ihre Beweise und lassen Sie Ihren Fall von einer spezialisierten Kanzlei analysieren. Kontaktieren Sie uns unter kryptoschaden@rexus-recht.de — Erstanalyse innerhalb von 24 Stunden.“
— Anna O. Orlowa, LL.M., RAin + FAin Bank-/Kapitalmarktrecht, Zert. Expertin Kryptowerte + Steuern


Häufig gestellte Fragen zu Rock Point Partners

Was ist Rock Point Partners und warum wird davor gewarnt?

Rock Point Partners (rockpointpartners.com) ist eine nicht autorisierte Investmentplattform, vor der sowohl die Schweizer FINMA am 01. April 2026 als auch die schwedische Finansinspektionen am 27. März 2026 ausdrücklich gewarnt haben. Das Unternehmen ist weder im Schweizer Handelsregister eingetragen noch verfügt es über eine Lizenz der FINMA oder einer anderen anerkannten Finanzaufsichtsbehörde. Die schwedische Aufsicht konnte nicht feststellen, dass Rock Point Partners Inc überhaupt als reales Unternehmen existiert. Wenn Sie mit dieser Plattform in Kontakt waren, sollten Sie umgehend rechtliche Beratung suchen.

Welche Domains nutzt Rock Point Partners?

Rock Point Partners betreibt mindestens drei Domains: rockpointpartners.com, rockpointpartners.vip sowie rockpointpartners.live. Die Nutzung mehrerer Domains ist ein klassisches Merkmal betrügerischer Plattformen, da einzelne Domains nach Beschwerden oder behördlichen Maßnahmen einfach abgeschaltet und durch neue ersetzt werden können. Wenn Sie also unter einer dieser Adressen Kontakt aufgenommen oder Zahlungen geleistet haben, sind Sie von demselben betrügerischen Konstrukt betroffen.

Sind die Adressen von Rock Point Partners echt?

Nein. Rock Point Partners gibt sowohl die Adresse Bahnhofstrasse 10, 8001 Zürich als auch 445 Park Avenue, 9th Floor, New York, NY 10022 an. Beide Adressen sind weltbekannte Finanzstandorte, die von betrügerischen Plattformen regelmäßig ohne echte Präsenz angegeben werden, um Seriosität vorzutäuschen. Eine Eintragung im Schweizer Handelsregister existiert nicht, was die Schweizer Adresse als bloße Kulisse entlarvt. Sie sollten keine weiteren Einzahlungen vornehmen und alle bisherigen Transaktionen dokumentieren.

Was kann ich rechtlich unternehmen, wenn ich Geld an Rock Point Partners verloren habe?

Betroffene haben verschiedene rechtliche Möglichkeiten: Strafanzeige wegen Betrugs nach § 263 StGB, Rückforderungsansprüche über § 812 BGB sowie mögliche Haftungsansprüche gegen Zahlungsdienstleister nach § 675u BGB. Zudem besteht die Möglichkeit, Vermögenssicherungsmaßnahmen nach §§ 111b und 111e StPO zu beantragen. Eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei kann die konkreten Erfolgsaussichten in Ihrem individuellen Fall einschätzen und unverzüglich die erforderlichen Schritte einleiten.

Was ist ein „Clone Firm“ und warum ist das bei Rock Point Partners relevant?

Als Clone Firm bezeichnet man eine betrügerische Struktur, bei der ein fiktives Unternehmen den Namen oder die Aufmachung seriöser, regulierter Firmen imitiert, um Vertrauen zu erschleichen. Der Name „Rock Point Partners“ ähnelt bewusst etablierten Investmentgesellschaften und soll den Eindruck erwecken, Sie hätten es mit einem regulierten, professionellen Anbieter zu tun. Tatsächlich steht dahinter nach allem, was bekannt ist, keine real existierende, regulierte Gesellschaft. Wenn Sie das Gefühl hatten, mit einem seriösen Investmenthaus zu kommunizieren, war genau das die beabsichtigte Täuschung.


Sofortkontakt