Damac-Trade Betrug – FINMA warnt — Ihre Rechte und Handlungsoptionen

Damac-Trade Betrug – FINMA warnt

Es gibt Momente, in denen sich die Hoffnung auf finanzielle Unabhängigkeit in bittere Erkenntnis verwandelt: Sie haben eingezahlt, dem Versprechen hoher Renditen vertraut – und plötzlich kommt keine Auszahlung mehr. Genau dieses Muster beschreiben Betroffene, die ihr Geld an Damac-Trade (damac-trade.com) verloren haben. Die Plattform tritt selbstbewusst auf, ziert sich mit Logos angeblicher Regulierungsbehörden aus mehreren Kontinenten und suggeriert Seriosität, die sie nicht besitzt. Wer sich die Fakten ansieht, findet stattdessen: eine FINMA-Warnung, gefälschte Lizenzen und einen WikiBit-Sicherheitsscore von erschreckenden 1,36 von 10.

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Dieser Artikel legt offen, wie das System von Damac-Trade funktioniert, welche Schäden Betroffene gemeldet haben und welche rechtlichen Wege Sie jetzt beschreiten können – bevor weiteres Geld verschwindet.


FINMA-Warnung vom 1. April 2026: Das offizielle Signal

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht der Schweiz (FINMA) gehört zu den strengsten Finanzbehörden weltweit. Wenn sie eine öffentliche Warnung ausspricht, ist das kein Versehen, sondern das Ergebnis einer konkreten Prüfung. Am 1. April 2026 setzte die FINMA Damac-Trade und die dahinterstehende Gesellschaft AIG Titan Holdings Limited auf ihre Warnliste. Die Begründung ist eindeutig: Das Unternehmen ist nicht im Schweizer Handelsregister eingetragen, verfügt über keine Schweizer Finanzbewilligung und tritt dennoch gegenüber Anlegern auf, als wäre es ein reguliertes Institut.

Dieser Befund allein sollte für Sie Grund genug sein, Abstand von dieser Plattform zu halten. Eine Gesellschaft, die nicht einmal die elementarsten Transparenzpflichten erfüllt – nämlich eine nachweisbare Unternehmensstruktur in einer beaufsichtigten Jurisdiktion –, hat keine Grundlage, auf der Sie Ihr Vermögen anvertrauen könnten. Wenn Sie bereits Geld eingezahlt haben, zählt jetzt jede Stunde.


Fünf Regulierungsbehörden, null echte Lizenzen

Auf der Website damac-trade.com präsentiert der Betreiber ein beeindruckendes Tableau an Regulierungslogos: CySEC (Zypern), ASIC (Australien), IIROC (Kanada), CBI (Irland) und die BVI FSC der Britischen Jungferninseln. Diese Auflistung soll Seriosität und internationale Reichweite signalisieren. Das Problem ist grundlegend: Keine dieser Behörden führt Damac-Trade oder AIG Titan Holdings Limited in ihren öffentlichen Registern.

CySEC ist die Wertpapieraufsicht der Republik Zypern und veröffentlicht alle lizenzierten Unternehmen in einer frei zugänglichen Datenbank – Damac-Trade fehlt dort vollständig. ASIC betreibt das australische AFSL-Register, in dem zugelassene Finanzdienstleister eingetragen sind – auch hier findet sich kein Eintrag. Das IIROC (heute CIRO) führt Mitgliedsfirmen und registrierte Berater in Kanada auf – ebenfalls kein Treffer. Die Central Bank of Ireland und die BVI FSC bestätigen denselben Befund. Alle fünf Regulierungsangaben sind damit nicht nur unbelegt, sondern schlicht erfunden.

Das stellt nach § 264a StGB einen klassischen Kapitalanlagebetrug dar: die Verwendung unrichtiger Angaben über wesentliche regulatorische Umstände, um Anleger zur Einzahlung zu bewegen. Ergänzend greift § 263 StGB, da die Täuschung über die Regulierung kausal dafür war, dass Sie Ihr Geld überwiesen haben. Der durch diese falsche Darstellung entstandene Vertragsschluss ist zudem nach § 123 BGB anfechtbar und nach § 134 BGB wegen Verstoßes gegen § 32 KWG (unerlaubte Erbringung von Finanzdienstleistungen) nichtig.


Marshallinseln als Rückzugsort: AIG Titan Holdings Limited

Hinter damac-trade.com steht AIG Titan Holdings Limited – eine Gesellschaft, die ihren formalen Sitz auf den Marshallinseln hat. Diese Jurisdiktion ist in der Finanzbranche bekannt dafür, eine Unternehmensregistrierung ohne jede Aufsicht, ohne Mindestkapitalanforderungen und ohne wirksame Rechenschaftspflicht zu ermöglichen. Für seriöse Broker gibt es keinen vernünftigen Grund, sich dort anzusiedeln; für Betreiber, die keine Kontrolle wollen und im Schadensfall unauffindbar bleiben möchten, ist es hingegen eine strategische Wahl.

Die Offshore-Konstruktion hat für Geschädigte konkrete Folgen: Eine direkte zivilrechtliche Klage gegen das Unternehmen vor einem deutschen Gericht stößt auf Vollstreckungsprobleme, weil auf den Marshallinseln kein bilaterales Anerkennungsabkommen für ausländische Urteile besteht. Dennoch sind Sie nicht ohne Mittel. Wenn Zahlungsströme über europäische Banken oder Zahlungsdienstleister liefen, kommen Ansprüche nach § 675u BGB und § 675v BGB in Betracht. Zusätzlich kann Krypto-Tracing und Blockchain-Forensik helfen, Geldflüsse zu rekonstruieren und Vermögenswerte zu identifizieren, die einer Rückforderung zugänglich sind.


Trustpilot und WikiBit: Was Betroffene berichten

Die Erfahrungsberichte auf Trustpilot zeichnen ein konsistentes Bild: Nutzer schildern, dass Auszahlungsanträge systematisch abgelehnt, verzögert oder mit immer neuen Bedingungen verknüpft werden. Einer der prägnantesten Kommentare lautet schlicht: „LIARS and FRAUDS“. Dieser Begriff trifft den Kern des Musters, das Betroffene beschreiben – Versprechungen bei der Einzahlung, Schweigen oder Hinhaltetaktiken bei der Auszahlung.

WikiBit, eine auf Krypto- und Forexbroker spezialisierte Bewertungsplattform, vergab an Damac-Trade einen Sicherheitsscore von 1,36 von 10. Auch die Plattform FastBull hat die Website als Scam klassifiziert. Solche Einschätzungen entstehen nicht im Vakuum – sie basieren auf Überprüfungen der Regulierungsangaben, der Unternehmenstransparenz und der gemeldeten Nutzererfahrungen. Ein Score knapp über 1 ist in der Praxis ein Totalausfall.

Wenn Sie Opfer der Auszahlungsblockade geworden sind, handeln Sie nicht so, als wäre dies ein vorübergehendes technisches Problem. Das Muster ist strukturell und beabsichtigt. Die Gelder werden nicht freigegeben, weil der Betrieb auf Einnahme ohne Rückgabe ausgelegt ist. Jeder Tag Verzögerung verringert Ihre Chancen auf Rückgewinnung.


Ihre rechtlichen Handlungsoptionen

Das deutsche Recht bietet Ihnen als Geschädigtem einen breiten Instrumentenkasten, den Sie aktiv einsetzen können. Strafrechtlich kommt in erster Linie eine Anzeige wegen Betrugs nach § 263 StGB in Betracht. Sofern die Plattform auch Computertransaktionen manipuliert oder falsche Kontostände angezeigt hat, greift § 263a StGB. Der Tatbestand des Kapitalanlagebetrugs nach § 264a StGB ist erfüllt, wenn Ihnen gegenüber nachweislich unrichtige Angaben über die Regulierungszulassung gemacht wurden, um Sie zur Investition zu veranlassen.

Im Erfolgsfall krimineller Ermittlungen können nach § 111e StPO und § 111b StPO Vermögenswerte vorläufig gesichert werden. Sollte die Staatsanwaltschaft nach § 152 StPO ein Ermittlungsverfahren einleiten und nach § 170 StPO Anklage erheben, ist eine strafrechtliche Vermögensabschöpfung nach §§ 73, 73a StGB möglich – auch gegenüber Dritten, die Tatgewinne empfangen haben.

Zivilrechtlich stehen Ihnen mehrere Anspruchsgrundlagen offen. § 280 BGB in Verbindung mit dem Beratungsvertrag, soweit ein solcher zustande gekommen ist, eröffnet Schadensersatzansprüche wegen Pflichtverletzung. § 286 BGB begründet einen Verzugsschadensersatz ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie die Auszahlung formal angefordert haben. § 823 Abs. 2 BGB schützt Sie als verletztes Schutzgesetz-Opfer; § 826 BGB greift bei sittenwidriger vorsätzlicher Schädigung. Ungerechtfertigte Bereicherung nach § 812 BGB und die Nichtigkeit des Vertrags nach § 138 BGB wegen Sittenwidrigkeit ergänzen das zivilrechtliche Bild.

Nicht zuletzt können Banken und Zahlungsdienstleister haftbar sein, wenn sie Zahlungen an eine nicht zugelassene Stelle ausgeführt haben, ohne die nach § 675u und § 675v BGB vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Mehr zu diesem Ansatz erfahren Sie in unserem Beitrag zur Bankhaftung bei Kryptobetrug. Daneben lohnt ein Blick auf das Urteil des LG Bamberg zur Bitcoin-Bande und gefälschtem Trading, das zeigt, wie deutsche Gerichte strukturierte Fake-Broker-Netzwerke bewerten.

Soweit Kryptowerte geflossen sind, gelten zudem die Vorgaben der MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation), die den unregulierten Betrieb von Krypto-Dienstleistungen in der EU ausdrücklich untersagt.


Sie haben durch eine betrügerische Plattform Geld verloren? Schildern Sie uns Ihren Fall — unsere Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht prüft Ihre Handlungsoptionen. Schreiben Sie an kryptoschaden@rexus-recht.de oder nutzen Sie das Kontaktformular auf kryptoschaden.de.


So sichern Sie Ihre Beweise – jetzt, sofort

Beweissicherung ist der entscheidende erste Schritt. Erstellen Sie Screenshots aller Kontoübersichten, inklusive der angezeigten Gewinne und des Kontostands zu verschiedenen Zeitpunkten. Exportieren oder fotografieren Sie alle Kommunikation mit dem Plattform-Support – E-Mails, Chat-Verläufe, telefonische Gesprächsnotizen. Sichern Sie alle Zahlungsbelege: Überweisungsbestätigungen Ihrer Bank, Kreditkartenbelege oder Kryptotransaktions-IDs. Wenn Sie Kryptowährungen eingesandt haben, notieren Sie die Wallet-Adressen, an die Sie überwiesen haben. Diese Daten sind die Basis für Strafanzeige, zivilrechtliche Klage und Blockchain-Forensik gleichermaßen.

Je früher Sie diese Informationen zusammentragen und einer spezialisierten Kanzlei vorlegen, desto größer ist die Chance, dass Gelder über Tracing-Methoden zurückverfolgt und im besten Fall eingefroren werden können, bevor sie weiter in undurchsichtige Strukturen fließen.


„Wenn Sie Opfer von Krypto-Betrug geworden sind, zählt jede Stunde. Sichern Sie Ihre Beweise und lassen Sie Ihren Fall von einer spezialisierten Kanzlei analysieren. Kontaktieren Sie uns unter kryptoschaden@rexus-recht.de — Erstanalyse innerhalb von 24 Stunden.“
— Anna O. Orlowa, LL.M., RAin + FAin Bank-/Kapitalmarktrecht, Zert. Expertin Kryptowerte + Steuern


Häufige Fragen zu Damac-Trade

Ist Damac-Trade ein regulierter Broker?

Nein. Damac-Trade behauptet, von CySEC, ASIC, IIROC, CBI und BVI FSC reguliert zu werden. Keine dieser Aufsichtsbehörden führt eine Registrierung von Damac-Trade oder AIG Titan Holdings Limited in ihren öffentlichen Datenbanken. Es handelt sich um frei erfundene Regulierungsangaben, die den Tatbestand des § 264a StGB erfüllen.

Vor welcher Behörde hat die FINMA vor Damac-Trade gewarnt?

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA veröffentlichte am 1. April 2026 eine offizielle Warnung vor Damac-Trade (damac-trade.com). Das Unternehmen ist weder im Schweizer Handelsregister eingetragen noch verfügt es über eine Schweizer Finanzbewilligung. Die FINMA-Warnung ist ein klares Signal, das Sie als Anleger ernst nehmen sollten.

Wer betreibt Damac-Trade und woher stammt das Unternehmen?

Hinter Damac-Trade steht AIG Titan Holdings Limited, eine Gesellschaft mit Sitz auf den Marshallinseln – einer bekannten Offshore-Jurisdiktion ohne wirksame Finanzaufsicht. Der gewählte Firmensitz ermöglicht es den Betreibern, außerhalb des Einflussbereichs europäischer und australischer Regulierungsbehörden zu agieren und im Schadensfall schwer greifbar zu bleiben.

Welche Rechtsmittel haben Geschädigte gegen Damac-Trade?

Geschädigte können Strafanzeige wegen Betrugs nach § 263 StGB und Kapitalanlagebetrugs nach § 264a StGB erstatten. Zivilrechtlich kommen Schadensersatzansprüche nach § 823 Abs. 2, § 826 sowie § 812 BGB in Betracht. Daneben besteht unter Umständen Bankhaftung für ausführende Zahlungsdienstleister gemäß § 675u BGB. Krypto-Tracing kann helfen, verschobene Gelder zu identifizieren und zu verfolgen.

Was sollte ich tun, wenn ich Geld an Damac-Trade verloren habe?

Sichern Sie sofort alle Belege: Kontoauszüge, Ein- und Auszahlungsanfragen, Kommunikation mit dem Plattform-Support, Screenshots Ihres Handelskontos. Erstatten Sie Strafanzeige und wenden Sie sich an eine auf Kryptobetrug spezialisierte Kanzlei, die Blockchain-Forensik, Bankhaftungsansprüche und internationale Rechtsdurchsetzung kombinieren kann. Schreiben Sie uns noch heute – die Erstanalyse erfolgt innerhalb von 24 Stunden.


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