
Seit dem 2. April 2026 warnt die BaFin offiziell vor den Websites bitwerk(.)pro und bitwerk(.)vip. Hinter dem Namen Bitwerk verbirgt sich eine angeblich in Berlin ansässige Plattform, die ohne jede Erlaubnis Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen betreibt. Wenn Sie dort Geld eingezahlt haben, sind Sie höchstwahrscheinlich Opfer eines organisierten Betrugs geworden.
Die BaFin hat darüber hinaus einen Identitätsmissbrauch aufgedeckt. Die Betrüger hinter Bitwerk geben sich als die in Willich ansässige Gesellschaft für Kryptoregisterführung mbH aus. Diese Firma hat jedoch keinerlei Verbindung zu den Websites bitwerk(.)pro und bitwerk(.)vip. Solche Identitätsdiebstähle sind ein gängiges Werkzeug von Krypto-Betrügern, um Seriosität vorzutäuschen.
Was genau macht Bitwerk laut BaFin-Warnung?
Die BaFin stellt auf Grundlage ihrer aufsichtsrechtlichen Einschreitbefugnisse nach dem KWG sowie der europäischen Kryptowerteregulierung (MiCAR) fest, dass Bitwerk konkret den Handel mit Kryptowerten und Aktien anbietet. Für diese Tätigkeit ist in Deutschland eine ausdrückliche Erlaubnis oder Zulassung der BaFin erforderlich. Bitwerk besitzt keine solche Erlaubnis. Das Unternehmen taucht nicht in der BaFin-Unternehmensdatenbank auf.
Wenn Sie auf einer Plattform investieren wollen, sollten Sie grundsätzlich vor jeder Einzahlung in der BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen, ob der Anbieter dort registriert ist. Bei Bitwerk hätten Sie festgestellt, dass keine Lizenz vorliegt. Doch die Betrüger setzen auf professionell gestaltete Websites, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig wirken.
Identitätsmissbrauch — Die Masche mit der Kryptoregisterführung
Besonders dreist ist der Missbrauch der Identität der Gesellschaft für Kryptoregisterführung mbH mit Sitz in Willich. Die Betrüger nutzen den seriös klingenden Firmennamen, um bei potenziellen Anlegern den Eindruck zu erwecken, es handle sich um ein reguliertes und vertrauenswürdiges Unternehmen. Die echte Firma in Willich hat mit Bitwerk nichts zu tun.
Dieses Vorgehen ist kein Einzelfall. Auch bei Plattformen wie crss.finance wurde ein Identitätsmissbrauch festgestellt, dort zu Lasten der britischen Ceres Finance Limited. Die Betreiber kopieren Namen, Lizenznummern und sogar Adressen realer Unternehmen, um die BaFin-Prüfung zu umgehen und Anleger in die Irre zu führen.
Rechtliche Möglichkeiten für Geschädigte
Wenn Sie bei Bitwerk Geld eingezahlt haben, stehen Ihnen mehrere rechtliche Wege offen. Da Bitwerk ohne die nach § 32 KWG erforderliche Erlaubnis operiert, sind abgeschlossene Verträge gemäß § 134 BGB i.V.m. § 44 KWG nichtig. Ihre geleisteten Zahlungen können Sie daher grundsätzlich als rechtsgrundlose Bereicherung nach § 812 BGB zurückfordern.
Darüber hinaus kommen Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 32 KWG in Betracht. Strafrechtlich liegt der Verdacht des Betrugs nach § 263 StGB nahe. Wenn Sie Ihre Zahlungen per Banküberweisung geleistet haben, sollten Sie außerdem die Haftung Ihrer Bank prüfen lassen. Die Bankhaftung bei Kryptobetrug bietet einen zusätzlichen Ansatzpunkt zur Schadenskompensation.
Sie haben durch eine betrügerische Plattform Geld verloren? Schildern Sie uns Ihren Fall — unsere Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht prüft Ihre Handlungsoptionen. Schreiben Sie an kryptoschaden@rexus-recht.de oder nutzen Sie das Kontaktformular auf kryptoschaden.de.
Blockchain Tracing bei Bitwerk-Zahlungen
Wenn Sie Kryptowerte an Bitwerk transferiert haben, ist eine Blockchain-Forensik-Analyse ein zentraler Baustein Ihrer Strategie. Professionelle Analysetools verfolgen den Weg Ihrer Kryptowerte über die Blockchain und identifizieren, bei welcher Börse die Gelder letztlich gelandet sind. An regulierten Börsen können Strafverfolgungsbehörden gemäß § 73 StGB i.V.m. § 111e StPO Vermögenswerte einfrieren lassen.
Die Zeit ist dabei Ihr größter Feind. Je länger Sie warten, desto mehr Zwischentransaktionen legen die Täter ein, um die Spur zu verwischen. Professionelle Tracing-Dienstleister wie Chainalysis oder TRM Labs können in vielen Fällen dennoch eine lückenlose Transaktionskette rekonstruieren. Diese Ergebnisse sind als Beweismittel vor Gericht verwertbar.
Was Sie jetzt sofort tun sollten
Sichern Sie als Erstes alle Beweise. Dazu zählen Screenshots der Bitwerk-Plattform, Zahlungsbelege, E-Mails, Chat-Verläufe und Wallet-Adressen. Diese Unterlagen sind für eine Strafanzeige und für zivilrechtliche Rückforderungsansprüche unverzichtbar. Erstatten Sie dann Strafanzeige bei der Polizei oder direkt bei der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Cybercrime.
Parallel dazu empfiehlt es sich, eine auf Krypto-Betrug spezialisierte Kanzlei zu kontaktieren. Nur so lässt sich schnell klären, welche Ansprüche in Ihrem konkreten Fall bestehen und welche Sofortmaßnahmen ergriffen werden können. Die BaFin-Warnung ist für Sie ein starkes Beweismittel, das Ihre rechtliche Position erheblich stärkt.
Jeder Tag ohne anwaltliche Hilfe kann Ihre Chancen auf Rückholung verschlechtern. Kontaktieren Sie die Kanzlei REXUS jetzt und lassen Sie Ihren Fall von einer spezialisierten Anwältin bewerten. E-Mail: kryptoschaden@rexus-recht.de — oder direkt über das Kontaktformular auf kryptoschaden.de.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Bitwerk eine seriöse Handelsplattform?
Nein. Die BaFin hat am 2. April 2026 offiziell vor den Websites bitwerk(.)pro und bitwerk(.)vip gewarnt. Das Unternehmen betreibt ohne Erlaubnis Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen. Zudem liegt ein Identitätsmissbrauch zu Lasten der Gesellschaft für Kryptoregisterführung mbH in Willich vor.
Welche Firma wird von Bitwerk missbraucht?
Die Betrüger hinter Bitwerk missbrauchen die Identität der in Willich ansässigen Gesellschaft für Kryptoregisterführung mbH. Diese Firma steht laut BaFin in keiner Verbindung zu den Websites bitwerk(.)pro und bitwerk(.)vip und hat mit den illegalen Angeboten nichts zu tun.
Kann ich mein bei Bitwerk eingezahltes Geld zurückbekommen?
Eine Rückholung ist in vielen Fällen möglich. Da Bitwerk ohne Erlaubnis nach § 32 KWG operiert, sind Verträge gemäß § 134 BGB i.V.m. § 44 KWG nichtig. Rückforderungsansprüche nach § 812 BGB und Schadensersatzansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 32 KWG kommen in Betracht. Die BaFin-Warnung stärkt Ihre Position erheblich.
Kann Blockchain Tracing bei Bitwerk helfen?
Ja. Wenn Sie Kryptowerte an Bitwerk transferiert haben, lässt sich der Weg Ihrer Gelder über die Blockchain verfolgen. Professionelle Analysetools identifizieren, wo die Kryptowerte gelandet sind. Bei regulierten Börsen können Behörden die Gelder gemäß § 73 StGB i.V.m. § 111e StPO einfrieren.
Was ist der erste Schritt für Bitwerk-Geschädigte?
Sichern Sie sofort alle Beweise wie Screenshots, Zahlungsbelege, E-Mails und Wallet-Adressen. Erstatten Sie Strafanzeige bei der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Cybercrime und kontaktieren Sie eine auf Krypto-Betrug spezialisierte Kanzlei, um Ihre individuellen Handlungsoptionen prüfen zu lassen.
„Wer Identitäten stiehlt, hinterlässt trotzdem Spuren — auf der Blockchain und vor Gericht.“
Anna O. Orlowa, LL.M., RAin + FAin Bank-/Kapitalmarktrecht, Zert. Expertin Kryptowerte + Steuern