Die australische Aufsichtsbehörde Australian Securities and Investments Commission (ASIC) hat am 23. Juni 2026 eine Warnung zu Barossa Wealthwick veröffentlicht. Das Unternehmen tritt unter der Domain serenety[.]pro auf und wird zusätzlich unter dem Aliasnamen Momentum Finspire geführt. Die ASIC ordnet den Anbieter als nicht lizenziert ein. Dieser Beitrag konzentriert sich auf den konkreten Anbieter Barossa Wealthwick und das beobachtete Plattformcluster.

Was sagt die ASIC zu Barossa Wealthwick / serenety[.]pro?

Nach Darstellung der ASIC tritt Barossa Wealthwick in Australien als Finanzdienstleister auf, verfügt jedoch nicht über die hierfür erforderliche Lizenz. Die Aufsicht hat den Anbieter daher in ihre Investor-Alert-Liste aufgenommen und nennt parallel den Aliasnamen Momentum Finspire sowie die Domain serenety[.]pro.

Damit liegen aus Sicht der Aufsicht zwei zusammenhängende Befunde vor: ein fehlender Lizenzstatus und der Einsatz mehrerer Bezeichnungen für denselben Marktauftritt. Beides ist in der Praxis ein typisches Muster für Plattformcluster, die sich gegenüber Anlegern in unterschiedlichen Phasen unter unterschiedlichen Namen präsentieren.

Ist Barossa Wealthwick seriös?

Die Aufsichtsantwort ist eindeutig: Die ASIC stuft den Anbieter als nicht lizenziert ein. Ob sich der Vorgang im konkreten Fall darüber hinaus als Anlagebetrug einordnen lässt, hängt vom konkreten Geschäftsablauf ab — insbesondere davon, wie der Kontakt zustande kam, welche Zahlungswege genutzt wurden und ob im weiteren Verlauf Vorab-Gebühren oder Auszahlungssperren auftraten.

Welche konkreten Warnsignale nennt die ASIC-Meldung?

Die ASIC nennt zwei Punkte. Erstens: fehlende Zulassung für die in Australien angebotenen Finanzdienstleistungen. Zweitens: Auftreten unter mehreren Bezeichnungen — Barossa Wealthwick als Unternehmensname, Momentum Finspire als Alias, serenety[.]pro als verwendete Domain. Beides sind aus aufsichtsrechtlicher Sicht klassische Warnindikatoren.

Konkrete Angaben zu Auszahlungsstopps, Vorab-Gebühren oder Krypto-Adressen enthält die ASIC-Veröffentlichung nicht. Diese Punkte sind im Einzelfall aus der eigenen Kommunikation mit dem Anbieter heraus zu sichern.

Welche Domains, Namen oder Firmierungen gehören zu Barossa Wealthwick?

Aus der ASIC-Meldung ergeben sich der Firmenname Barossa Wealthwick, der Aliasname Momentum Finspire und die Domain serenety[.]pro. Diese drei Bezeichnungen sind in den Belegen häufig nicht gleichzeitig sichtbar — gelegentlich begegnet Anlegern nur einer der drei Namen, etwa in einer Anlage-„Bestätigung“, in einer E-Mail-Signatur oder im Account-Dashboard. Genau deshalb lohnt sich eine systematische Sammlung sämtlicher Schriftstücke.

Was bedeutet eine blockierte Auszahlung bei serenety[.]pro?

Die ASIC-Meldung trifft hierzu keine direkte Aussage. Wenn Nutzer dennoch berichten, dass Auszahlungen verzögert oder von Vorab-Zahlungen abhängig gemacht werden, sind solche Forderungen kritisch zu bewerten. Sie sind regelmäßig keine regulatorische Voraussetzung für eine Auszahlung. Die Grundsätze zur Rückführung über den Zahlungsweg nach Kryptobetrug sind gesondert beschrieben.

Was sollten Betroffene von Barossa Wealthwick jetzt sichern?

Zentral sind alle Dokumente, die das Wechselspiel zwischen Barossa Wealthwick, Momentum Finspire und serenety[.]pro belegen: Screenshots des Dashboards mit dem jeweils sichtbaren Markennamen, vollständige E-Mail- und Chatverläufe einschließlich Signaturen, sämtliche Zahlungsbelege, gegebenenfalls Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes sowie Namen und Telefonnummern der Ansprechpartner. Hilfreich sind außerdem URLs aller Login-Seiten, die im Zeitverlauf verwendet wurden.

Welche nächsten Schritte kommen bei Barossa Wealthwick in Betracht?

Sinnvoll ist eine geordnete Reihenfolge. Zuerst die Sicherung der Beweise und die Bestandsaufnahme der Zahlungswege, anschließend die rechtliche Einordnung anhand der konkreten Belege. Ob Rückforderungen gegenüber dem eingesetzten Zahlungsdienstleister tragen, ob eine Strafanzeige sinnvoll ist und ob bei Krypto-Zahlungen zusätzlich eine forensische Tracing-Auswertung lohnt, hängt vom Einzelfall ab. Eine zeitnahe Einordnung der eigenen Erfahrung erleichtert die Übersicht über die aktuellen Scam-Broker-Warnungen.

Anwaltliche Erstprüfung — Barossa Wealthwick / serenety[.]pro

Wenn Sie unter dem Namen Barossa Wealthwick, Momentum Finspire oder über serenety[.]pro Zahlungen geleistet haben oder eine Auszahlung verzögert wird, sollte zunächst geklärt werden, welche Zahlungswege genutzt wurden und welche Belege jetzt noch gesichert werden können.

Übermittlung der Unterlagen über kryptoschaden.de oder per E-Mail an kontakt@rexus-recht.de. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht; geprüft wird, welche Hebel im konkreten Fall realistisch tragen.

Häufige Fragen zu Barossa Wealthwick / serenety[.]pro

Ist Barossa Wealthwick seriös?
Nach Darstellung der ASIC verfügt der Anbieter nicht über die erforderliche australische Lizenz.

Was hat Barossa Wealthwick mit Momentum Finspire zu tun?
Momentum Finspire ist nach Angaben der ASIC ein Alias desselben Marktauftritts.

Welche Rolle spielt serenety[.]pro?
serenety[.]pro ist die in der ASIC-Meldung genannte verwendete Domain für Barossa Wealthwick.

Welche Unterlagen sollte ich zu Barossa Wealthwick sichern?
Dashboard-Screenshots, E-Mail- und Chatverläufe, Zahlungsbelege, Wallet-Adressen und Ansprechpartnernamen.

Sollte ich angebliche Freischaltungsgebühren an serenety[.]pro zahlen?
Solche Vorab-Forderungen sind regelmäßig keine regulatorische Voraussetzung und vor jeder Zahlung kritisch zu prüfen.

„Eine Aufsichtswarnung ist kein Schlusspunkt. Entscheidend ist, ob Zahlungswege und Beweise jetzt noch sauber gesichert werden können.“

Anna O. Orlowa, LL.M., Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, zertifizierte Spezialistin für Kryptowerte und Steuern.