Die viforex.com BaFin-Warnung vom 22. Januar 2026 markiert einen besonders gravierenden Fall unerlaubter Finanz- und Kryptodienstleistungen im deutschen Markt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte fest, dass die Betreiber von viforex.com Finanz-, Anlage- und Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten, ohne die nach § 32 Abs. 1 S. 1 KWG zwingend erforderliche Erlaubnis zu besitzen. Die BaFin veröffentlichte die Warnung auf Grundlage ihrer aufsichtsrechtlichen Eingriffsbefugnisse nach dem KWG und wies darauf hin, dass die Betreiber offenbar vorgeben, im Namen oder im Zusammenhang mit der legitimen britischen Gesellschaft Prudential Markets Group Limited, London, tätig zu sein — eine Behauptung, die nach BaFin-Einschätzung einem Identitätsmissbrauch entspricht.

Der Fall viforex.com ist dabei kein isoliertes Einzelereignis, sondern Bestandteil einer systematischen Welle professionell organisierter Täuschungen. Die Betreiber nutzen die international bekannte Firmenbezeichnung Prudential Markets Group Limited und den seriösen Standort London als Tarnmantel, um deutschen Anlegern den Eindruck eines regulierten, international aufgestellten Forex- und Kryptohandelshauses zu vermitteln. Diese Form des Identitätsmissbrauchs ist aus rechtlicher Sicht besonders tückisch: Wer den Namen eines real existierenden Unternehmens recherchiert und dabei kein offensichtliches Warnsignal findet, hat keine unmittelbare Erkenntnismöglichkeit, dass die tatsächliche Verbindung zwischen der betrügerischen Plattform und der echten britischen Gesellschaft schlicht nicht existiert. Kryptowerte-Dienstleistungen, die viforex.com anbot, unterfallen seit dem 30. Dezember 2024 vollumfänglich der MiCAR-Verordnung (EU) 2023/1114, der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte, sowie dem nationalen Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) als Umsetzungsgesetz zu MiCAR.

Rechtlich bewegt sich der Vorgang auf mehreren Ebenen. Der Betrieb eines Handels- und Anlageportals für Forex und Kryptowerte ohne Erlaubnis nach § 32 KWG begründet nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Strafbarkeit nach § 54 KWG wegen unerlaubten Betreibens von Bankgeschäften. Zugleich erfüllt die Nutzung einer falschen Unternehmensidentität sämtliche Tatbestandsmerkmale des Betrugs nach § 263 StGB, des Kapitalanlagebetrugs nach § 264a StGB sowie der vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung nach § 826 BGB. Für Geschädigte, die Einzahlungen per SEPA-Überweisung oder über Kryptobörsen geleistet haben, eröffnet dies ein breites Spektrum zivilrechtlicher Ansprüche — gegen die unbekannten Täter, aber unter Umständen auch gegen die kontoführende Hausbank.

Die MiCAR-VO ist seit dem 30. Dezember 2024 in der gesamten Europäischen Union unmittelbar anwendbar. Sie verlangt von jedem Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen eine Zulassung durch eine nationale Aufsichtsbehörde. Wer ohne diese Zulassung Krypto-Handel, Krypto-Verwahrung oder Krypto-Beratung anbietet, handelt unionsrechtswidrig. Das nationale KMAG, das Kryptomärkteaufsichtsgesetz, flankiert die MiCAR-VO als deutsches Umsetzungsgesetz und ermächtigt die BaFin zu unmittelbaren Eingriffen. Die BaFin-Meldung zu viforex.com vom 22. Januar 2026 ist daher nicht nur ein verbraucherorientierter Warnhinweis — sie ist ein förmlicher Aufsichtsakt mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen für die Betreiber und mit Signalwirkung für alle Geschädigten, die ihre zivilrechtlichen Ansprüche jetzt strukturiert durchsetzen sollten.

Diese Kanzlei — geführt von Anna O. Orlowa, LL.M., Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht und zertifizierte Expertin für Kryptowerte und Steuern — vertritt Geschädigte gegen Plattformen wie viforex.com mit einer klaren zivilrechtlichen Strategie: Beweissicherung, Bankhaftung, Blockchain-Tracing und Vermögensabschöpfung nach § 73 StGB i.V.m. § 111e StPO. Wenn Sie Geld an viforex.com überwiesen oder dort Kryptowerte eingezahlt haben, sollten Sie unverzüglich handeln.


Was ist die BaFin-Warnung zu viforex.com vom 22. Januar 2026?

Die BaFin veröffentlichte am 22. Januar 2026 eine förmliche Verbraucherwarnung gegen das Angebot auf viforex.com. Die Betreiber erbringen Finanz- und Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die nach § 32 KWG erforderliche Erlaubnis und behaupten, im Zusammenhang mit der britischen Prudential Markets Group Limited, London, zu stehen — eine Verbindung, die nach BaFin-Einschätzung einem Identitätsmissbrauch entspricht.

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Warum greift die BaFin bei viforex.com auf § 32 KWG und MiCAR zurück?

Die BaFin stützt ihre Warnung auf zwei parallele Erlaubnisregime: das klassische Bankaufsichtsrecht nach § 32 KWG und die MiCAR-Verordnung für Kryptowerte-Dienstleistungen. Wer in Deutschland gewerblich Kryptowerte handelt, verwahrt oder vermittelt, benötigt seit dem 30. Dezember 2024 zwingend eine MiCAR-Zulassung, da die Verordnung ab diesem Datum vollumfänglich gilt und nationales Recht ergänzt oder verdrängt.

Das deutsche Kreditwesengesetz regelt in § 32 Abs. 1 S. 1 KWG, dass Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen nur mit schriftlicher Erlaubnis der BaFin betrieben werden dürfen. Das Pendant für Kryptowerte-Dienstleister ergibt sich seit dem 30. Dezember 2024 aus der unmittelbar anwendbaren MiCAR-Verordnung (EU) 2023/1114. Sie verlangt für jede Kryptowerte-Dienstleistung — Verwahrung, Handel, Portfolioverwaltung, Beratung, Transfer — eine Zulassung durch eine EU-Aufsichtsbehörde (EU-Passporting). Viforex.com ist bei keiner EU-Aufsicht registriert.

Das nationale Kryptomärkteaufsichtsgesetz — kurz KMAG — flankiert als deutsches Umsetzungsgesetz die MiCAR-VO und verleiht der BaFin die nötigen Eingriffsbefugnisse auf nationaler Ebene. Die BaFin kann auf dieser Grundlage Unterlassungsverfügungen erlassen, Zahlungsdienstleister anweisen und Hosting-Provider zur Abschaltung auffordern. Wer ohne jede Zulassung operiert, setzt sich einer Strafverfolgung nach § 54 KWG aus, der Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vorsieht.

Für Sie als betroffener Anleger ist entscheidend: Die BaFin-Warnung vom 22. Januar 2026 belegt, dass viforex.com zu keiner Zeit über die notwendigen Erlaubnisse verfügte. Gerichte und Banken verwerten die Warnung als objektiven Beweis für die unrechtmäßige Natur der gesamten Geschäftsbeziehung.


Wie funktioniert der Identitätsmissbrauch der Prudential Markets Group Limited?

Der Identitätsmissbrauch durch viforex.com nutzt eine real existierende britische Gesellschaft als Legitimationsschild. Die Prudential Markets Group Limited ist eine in London eingetragene Gesellschaft, die von den unbekannten Betreibern der Plattform als vermeintlicher Unternehmensträger angegeben wird. Für einen nicht professionell geschulten Anleger ist diese Täuschung kaum erkennbar, weil der Firmenname plausibel klingt, London als Finanzmetropole Glaubwürdigkeit verleiht und keine sofortige Prüfmöglichkeit existiert.

Das Täuschungskonzept funktioniert in mehreren Stufen. Zunächst präsentiert viforex.com ein professionell gestaltetes Trading-Frontend mit scheinbar realem Forex- und Krypto-Dashboard. Die Oberfläche imitiert die Darstellung regulierter Broker-Plattformen. Dann wird die Verbindung zur Prudential Markets Group Limited, London, hergestellt — entweder im Impressum, in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder in der Kommunikation mit dem vermeintlichen Kundenbetreuer. Wer den Firmennamen recherchiert, findet eine tatsächlich eingetragene britische Gesellschaft. Diese hat jedoch nach BaFin-Einschätzung keinerlei Kenntnis von der Nutzung ihres Namens und ist nicht an dem betrügerischen Angebot beteiligt.

Rechtlich ist dieser Vorgang als vollendete arglistige Täuschung nach § 123 BGB einzuordnen. Die Betreiber erweckten durch die falsche Identitätsbehauptung einen Irrtum über die Seriosität und die Erlaubnislage des Anbieters. Auf Basis dieses Irrtums haben Anleger ihre Einzahlungen geleistet. Damit ist der Tatbestand des Betrugs nach § 263 StGB vollständig erfüllt: Täuschung, Irrtumserregung, Vermögensverfügung und Vermögensschaden. Parallel liegt Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB vor, weil im Zusammenhang mit dem Kapitalanlageprodukt unrichtige Angaben über das Unternehmen gemacht wurden. Zudem kommt § 263a StGB in Betracht, soweit Anleger über Online-Banking oder automatisierte Zahlungsprozesse zur Überweisung veranlasst wurden.

Für Sie als Geschädigten ist die Klärung des Identitätsmissbrauchs prozessual bedeutsam. Sobald feststeht, dass die echte Prudential Markets Group Limited keine Kenntnis von der Nutzung ihres Namens hatte und nicht am Geschäftsbetrieb beteiligt war, entfällt jede vertragliche Bindung an viforex.com von vornherein. Verträge, die unter einer falschen Identität geschlossen wurden, sind nach § 134 BGB nichtig, weil sie gegen das Erlaubnisgebot des § 32 KWG verstoßen, und lassen sich zusätzlich nach § 123 BGB anfechten. Dadurch entfällt der Rechtsgrund für jede geleistete Einzahlung — mit unmittelbarer Konsequenz für den bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruch nach § 812 BGB.


Welche zivilrechtlichen Ansprüche haben Geschädigte von viforex.com?

Geschädigte von viforex.com verfügen über ein vielschichtiges Anspruchssystem, das sowohl gegen die unbekannten Hintermänner als auch gegen beteiligte Finanzinstitute gerichtet werden kann. Der zentrale Anspruch ergibt sich aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 32 KWG als Schutzgesetz: Wer ohne die nach § 32 KWG erforderliche Erlaubnis Finanzdienstleistungen erbringt und dadurch einem Anleger Schaden zufügt, haftet auf Schadensersatz in Höhe des gesamten Anlagebetrags.

Der Rückforderungsanspruch nach § 812 BGB setzt daran an, dass der zugrundeliegende Vertrag mit viforex.com nach § 134 BGB nichtig ist. Jede Einzahlung, die auf einem nichtigen Vertrag beruht, ist ohne Rechtsgrund erfolgt — der Empfänger ist zur Herausgabe des Erlangten verpflichtet. Dieser Anspruch richtet sich gegen alle, die Gelder im Zusammenhang mit der Plattform empfangen haben, also auch gegen Zahlungsdienstleister oder Kryptobörsen, die als Mittler fungierten. Zusätzlich besteht der Anfechtungsanspruch nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung, der ebenfalls zur Nichtigkeit des Vertrags führt und den Rückforderungsweg öffnet.

Der deliktische Anspruch aus § 826 BGB wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung ist ein weiterer tragfähiger Anspruchsgrund. Er greift unabhängig von einer vertraglichen Beziehung und richtet sich gegen alle, die von dem betrügerischen System gewusst haben und daran mitgewirkt haben. Daneben kommt die Anspruchskombination aus § 280 BGB und § 286 BGB in Betracht, wenn die Hintermänner in einer vorvertraglichen oder vertraglichen Sonderbeziehung — etwa durch vorvertragliche Verhandlungen oder durch die Annahme der Einzahlung — mit den Geschädigten gestanden haben und ihre Pflichten verletzt haben. Zudem ist § 138 BGB relevant, der sittenwidrige Rechtsgeschäfte für nichtig erklärt und ebenfalls den bereicherungsrechtlichen Rückabwicklungsweg nach § 812 BGB eröffnet.

Für die Durchsetzung dieser Ansprüche ist Beweissicherung die wichtigste Voraussetzung. Sichern Sie alle Überweisungsbelege, alle E-Mail-Korrespondenz, Screenshots des Dashboards auf viforex.com, Chatverläufe mit dem vermeintlichen Berater sowie Nachweise über die angezeigten — aber nie ausgezahlten — Gewinne. Diese Dokumentation ist die Grundlage für jede zivilrechtliche Klage und für das Tracing der Geldflüsse über die Blockchain.


Welche Rolle spielt MiCAR für Kryptodienstleister ohne Zulassung?

Die MiCAR-Verordnung (EU) 2023/1114 ist seit dem 30. Dezember 2024 vollumfänglich in der gesamten Europäischen Union anwendbar. Sie schafft erstmals einen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen für Kryptowerte-Dienstleister und macht die Zulassung durch eine nationale EU-Aufsichtsbehörde zur zwingenden Voraussetzung für jeden gewerblichen Betrieb. Anbieter, die ohne MiCAR-Zulassung Kryptowerte-Dienstleistungen erbringen, operieren nicht nur ohne Erlaubnis — sie verletzen unmittelbar anwendbares EU-Recht.

MiCAR verlangt für jeden Anbieter eine Zulassung als Crypto-Asset Service Provider (CASP), die ein EU-weites Passporting ermöglicht. Plattformen wie viforex.com, die keinerlei EU-Zulassung besitzen, können sich nicht auf dieses Passporting berufen — ihr Betrieb in Deutschland ist von Anfang an unionsrechtswidrig.

Für Geschädigte hat die MiCAR-Dimension eine wichtige prozessuale Bedeutung. Da die Verordnung unmittelbar anwendbares EU-Recht darstellt, ist die Verletzung der MiCAR-Zulassungspflicht ein Verstoß gegen ein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB. Damit haften die Betreiber von viforex.com auf Schadensersatz — unabhängig davon, ob die konkrete Transaktion über Kryptowerte oder über eine SEPA-Überweisung abgewickelt wurde.

Das nationale KMAG als Umsetzungsgesetz zu MiCAR belegt, dass die BaFin auch im kryptografischen Bereich mit vollständiger Eingriffskompetenz ausgestattet ist. Die Kryptomärkteaufsicht ist damit nicht mehr fakultativ, sondern zwingend — und ihr Fehlen begründet unmittelbar Ansprüche der Geschädigten.


Wie haftet die Hausbank bei SEPA-Überweisungen und Kryptokäufen an viforex?

Die Haftung der Hausbank bei Kryptobetrug ist ein oft unterschätzter Anspruchsweg. Nach § 675u BGB hat das Zahlungsinstitut einen nicht autorisierten Zahlungsvorgang unverzüglich zu erstatten. Ein Zahlungsvorgang gilt als nicht autorisiert, wenn der Zahler durch arglistige Täuschung zur Auslösung der Zahlung verleitet wurde — und zwar auch dann, wenn er die Überweisung technisch selbst ausgelöst hat, sofern der zugrundeliegende Wille durch Betrug korrumpiert war.

Daneben tritt die Pflichtverletzungshaftung nach § 280 BGB. Banken sind als Vertragspartner des Girovertrags verpflichtet, offensichtlich verdächtige Transaktionen zu hinterfragen. Sobald eine öffentliche BaFin-Warnung vorliegt — wie seit dem 22. Januar 2026 für viforex.com — steigt die Darlegungslast der Bank erheblich: Sie muss nachweisen, dass sie im Zeitpunkt der Transaktion keine Kenntnis von der Warnung haben konnte.

Besonders relevant wird die Bankhaftung, wenn Anleger per SEPA-Überweisung Gelder auf Konten eingezahlt haben, die mit viforex.com in Verbindung stehen, und anschließend über externe Kryptobörsen Kryptowerte erworben haben, die dann an Wallets der Plattform transferiert wurden. In diesem mehrstufigen Zahlungsweg trägt jede beteiligte Institution einen Teil der Prüfverantwortung. Die Kanzlei analysiert den konkreten Transaktionspfad und prüft, an welcher Stelle eine Sorgfaltspflichtverletzung eingetreten ist, die eine Haftung nach § 280 BGB begründet. Gleichzeitig ermöglicht § 675v BGB eine Gegenargumentation der Bank, wenn dem Zahler grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann — dieser Einwand greift jedoch nicht, wenn die Täuschung professionell organisiert und für einen verständigen Verbraucher nicht erkennbar war, was beim viforex.com-Identitätsmissbrauch regelmäßig der Fall sein wird.

Wenn Sie Überweisungen an Konten geleistet haben, die mit viforex.com in Verbindung stehen, empfiehlt sich die sofortige schriftliche Anfrage bei Ihrer Bank, ob ein SEPA-Recall noch möglich ist, und die gleichzeitige Geltendmachung der Haftung nach § 675u BGB. Selbst wenn der Recall scheitert, bleibt der Schadensersatzanspruch nach § 280 BGB bestehen.


Wie gelingt Blockchain-Tracing bei Zahlungen an viforex.com?

Kryptowerte hinterlassen auf der Blockchain eine unveränderliche Transaktionsspur. Jede Übertragung von Bitcoin, Ethereum oder anderen Kryptowerten ist unter einer öffentlichen Wallet-Adresse dauerhaft und für jedermann einsehbar. Das Blockchain-Tracing und die forensische Nachverfolgung nutzen genau diese Transparenz, um die Geldflüsse von der Einzahlungsadresse über Mixing-Protokolle bis zu zentralisierten Kryptobörsen zu rekonstruieren.

Auf Basis der Empfänger-Wallet-Adresse wird über spezialisierte Analytics-Software der Transaktionsgraph nachgezeichnet. Cluster-Analysen ordnen mehrere Wallet-Adressen einem gemeinsamen Eigentümer zu. Häufig enden die Geldflüsse bei zentralisierten Kryptobörsen, die zur KYC-Prüfung verpflichtet sind und auf zivilrechtlichem Weg zur Herausgabe von Kontoinhaberdaten aufgefordert werden können.

Identifizierbare Wallet-Adressen ermöglichen Strafverfolgungsbehörden Maßnahmen nach § 73 StGB i.V.m. § 111e StPO (Vermögensarrest) sowie nach § 111b StPO (Beschlagnahme von Kryptowerten). Staatsanwaltschaften und das Bundeskriminalamt verfügen über die technischen Mittel, beschlagnahmte Kryptowerte in staatliche Verwahrwallets zu überführen.

Die Kanzlei kooperiert mit zertifizierten Blockchain-Forensikern und kann auf Basis der von Ihnen gesicherten Transaktionsdaten ein forensisches Gutachten erstellen lassen, das als Beweismittel in Zivilverfahren und bei Behördenmeldungen verwendet werden kann. Erfahrungen aus vergleichbaren Fällen zeigen, wie KI-gestützte Betrugsmaschen und Blockchain-Tracing ineinandergreifen und welche forensischen Wege zur Rückgewinnung von Kryptowerten beschritten werden können.


Welche Erstmaßnahmen sind binnen 24 Stunden geboten?

Bei einem Verlust durch viforex.com zählt jede Stunde. Der SEPA-Rückruf ist die zeitkritischste Maßnahme: Kontaktieren Sie sofort telefonisch Ihre Bank und beantragen Sie einen SEPA-Recall für alle Überweisungen an Empfängerkonten, die im Zusammenhang mit viforex.com stehen. Viele Banken ermöglichen den Recall noch nicht valutierter Beträge binnen weniger Stunden. Auch bei bereits gebuchten Transaktionen akzeptieren deutsche Kreditinstitute in der Regel einen nachträglichen Recall innerhalb von zehn Bankarbeitstagen. Parallel sichern Sie sämtliche Belege: Screenshots des Dashboards, alle E-Mails, Chatverläufe, Überweisungsbestätigungen und Wallet-Adressen.

Der zweite Schritt ist die Beweissicherung auf der Blockchain. Notieren Sie alle Krypto-Wallet-Adressen und Transaktions-IDs (TX-Hashes). Nutzen Sie Block-Explorer wie blockchain.com oder etherscan.io zur Dokumentation. Eine einmal auf der Blockchain verzeichnete Transaktion ist unveränderlich — auch wenn die Plattform abgeschaltet wird.

Der dritte Schritt ist die Meldung an die BaFin über ihr Hinweisgebersystem. Ihre Meldung ergänzt die behördlichen Erkenntnisse und kann Maßnahmen gegen die Betreiber beschleunigen. Parallel empfiehlt sich eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft oder über die Online-Wache des jeweiligen Bundeslandes.

Der vierte Schritt ist die Kontaktaufnahme mit einer spezialisierten Kanzlei. Zivilrechtliche Ansprüche verjähren nach drei Jahren ab Kenntnis, regelmäßig also am 31. Dezember 2029. Dennoch gilt: Je früher Sie handeln, desto besser sind die Chancen auf Rückgewinnung — die Tracing-Spur wird mit jedem weiteren Tag schwerer zu verfolgen.

Sie haben durch eine betrügerische Plattform Geld verloren? Schildern Sie uns Ihren Fall — unsere Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht prüft Ihre Handlungsoptionen. Schreiben Sie an kryptoschaden@rexus-recht.de oder nutzen Sie das Kontaktformular auf kryptoschaden.de.


Welche strafrechtlichen Dimensionen begleiten den viforex.com-Fall?

Die strafrechtliche Dimension des viforex.com-Falls ist für die zivilrechtliche Strategie relevant, weil sie die Qualifikation des Verhaltens als Schutzgesetzverletzung und die Grundlage für die Vermögensabschöpfung begründet.

Im Zentrum steht der Betrug nach § 263 StGB: Die Täter täuschten über die Identität des Betreibers, die Erlaubnislage und die Anlageabsicht. Das klassische Muster — Gewinnanzeigen im Dashboard, gefolgt von fingierten Gebühren bei Auszahlungsversuchen — erfüllt alle Tatbestandsmerkmale. Parallel liegt Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB vor.

Hinzu tritt § 261 StGB — Geldwäsche — weil die Einzahlungen Verbrechenserlöse darstellen, die über Bankkonten, Kryptobörsen und Mischservices verschleiert werden. Diese strafrechtliche Einordnung begründet staatliche Eingriffsbefugnisse nach § 73 StGB i.V.m. § 111e StPO (Vermögensarrest) sowie § 111b StPO (Beschlagnahme von Kryptowerten).

Für Sie als zivilrechtlich Geschädigten bedeutet dies: Die strafrechtliche Qualifikation des Verhaltens der Betreiber stärkt Ihre Ansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. den jeweils verletzten Schutzgesetzen (§ 263 StGB, § 32 KWG, MiCAR). Sie belegt zugleich den für § 826 BGB erforderlichen Vorsatz und die Sittenwidrigkeit. Damit ist der strafrechtliche Hintergrund für Ihre zivilrechtliche Strategie nicht irrelevant — er stärkt sie.


Häufig gestellte Fragen zu viforex.com und der BaFin-Warnung vom 22. Januar 2026

Kann ich mein Geld nach einer Einzahlung an viforex.com zurückfordern?

Ja, mehrere parallele Anspruchswege stehen Ihnen offen. Der bereicherungsrechtliche Rückforderungsanspruch nach § 812 BGB greift, weil der Vertrag mit viforex.com nach § 134 BGB nichtig ist. Zusätzlich können Sie nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten. Schadensersatz nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 32 KWG und § 263 StGB richtet sich gegen die Hintermänner. Parallel kommt eine Haftung der Hausbank nach § 675u BGB und § 280 BGB in Betracht. Bei noch nicht valutierter SEPA-Überweisung ist der sofortige Recall der schnellste Weg.

Was bedeutet Identitätsmissbrauch bei viforex.com konkret?

Die Betreiber von viforex.com haben behauptet, im Namen der Prudential Markets Group Limited, London, zu handeln. Diese britische Gesellschaft ist real eingetragen, hat aber nach aktuellem Kenntnisstand keine Verbindung zu viforex.com. Rechtlich liegt darin arglistige Täuschung nach § 123 BGB, Betrug nach § 263 StGB und Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB — der Vertrag ist von Anfang an nichtig, und Ihre Einzahlung erfolgte ohne Rechtsgrund.

Welche Rolle spielt MiCAR für meinen Anspruch als Geschädigter?

Die MiCAR-Verordnung (EU) 2023/1114 ist seit dem 30. Dezember 2024 vollumfänglich anwendbar und verlangt von jedem Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen eine EU-Zulassung. Viforex.com besaß diese Zulassung nicht. Als unmittelbar anwendbares EU-Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB begründet jede MiCAR-Verletzung, die zu Ihrem Schaden führte, einen Schadensersatzanspruch.

Das nationale Kryptomärkteaufsichtsgesetz als Umsetzungsgesetz zu MiCAR belegt die vollständige Eingriffskompetenz der BaFin.

Wie funktioniert das Blockchain-Tracing bei Zahlungen an viforex.com?

Alle Kryptowerte-Transaktionen werden auf einer öffentlichen, unveränderlichen Blockchain verzeichnet. Spezialisierte Blockchain-Analytics-Software ermöglicht die Nachverfolgung der Geldflüsse von Ihrer Einzahlungsadresse über Zwischenstationen bis hin zu den Endempfängern — häufig zentralisierte Kryptobörsen, die zur KYC-Prüfung verpflichtet sind. Auf Basis eines forensischen Gutachtens können diese Börsen auf zivilrechtlichem oder behördlichem Weg zur Herausgabe von Kontoinhaberdaten aufgefordert werden. Die forensisch gesicherten Wallet-Adressen können zudem als Grundlage für einen Vermögensarrest nach § 73 StGB i.V.m. § 111e StPO dienen. Voraussetzung ist, dass Sie die Wallet-Adressen und Transaktions-IDs aus Ihrer Kommunikation mit viforex.com dokumentiert haben.

Wie lange habe ich Zeit, meine Ansprüche gegen viforex.com geltend zu machen?

Die zivilrechtliche Regelverjährung beträgt drei Jahre ab Kenntnis von Schaden und Schädiger. Da die BaFin-Warnung zu viforex.com am 22. Januar 2026 veröffentlicht wurde, startet die Verjährungsfrist für die meisten Geschädigten mit dem Ende des Jahres 2026 — mit regulärem Ablauf am 31. Dezember 2029. Für SEPA-Recalls gelten hingegen extrem kurze Fristen von wenigen Stunden bis maximal zehn Bankarbeitstagen. Für Ansprüche nach § 675u BGB gilt eine Jahresfrist ab Kenntnis des nicht autorisierten Zahlungsvorgangs. Unabhängig von den Verjährungsfristen empfiehlt sich sofortiges Handeln, weil die Täter Gelder kontinuierlich weiterverschieben und die forensische Rückholbarkeit mit der Zeit sinkt.

„Wenn Sie Opfer von Krypto-Betrug geworden sind, zählt jede Stunde. Sichern Sie Ihre Beweise und lassen Sie Ihren Fall von einer spezialisierten Kanzlei analysieren. Kontaktieren Sie uns unter kryptoschaden@rexus-recht.de — Erstanalyse innerhalb von 24 Stunden.“
— Anna O. Orlowa, LL.M., RAin + FAin Bank-/Kapitalmarktrecht, Zert. Expertin Kryptowerte + Steuern


Quellen und Originaldokumente

Die Faktenlage zur viforex.com BaFin-Warnung basiert auf der offiziellen BaFin-Warnmeldung vom 22. Januar 2026 zur Website viforex.com. Rechtsgrundlage für den Betrieb erlaubnispflichtiger Bankgeschäfte ist § 32 KWG. Die MiCAR-Verordnung (EU) 2023/1114 ist vollständig verfügbar im EUR-Lex-Portal der Europäischen Union. Weitere Informationen zu unerlaubten Finanzdienstleistungen und zur BaFin-Unternehmensdatenbank finden Sie unter bafin.de — Finanzbetrug erkennen.