„Mitarbeiter in der Verwaltung im Home Office“ – ein Job, der nach Büroarbeit klingt. Die BaFin warnt am 20.10.2026: Hinter kbg-beratung.de stecken unbekannte Betreiber, die Ihr Bankkonto für fremde Zahlungen nutzen. Wer dort angefangen hat, muss jetzt schnell handeln.
Die Finanzaufsicht BaFin hat am 20.10.2026 vor kbg-beratung.de gewarnt. Nach ihrer Mitteilung erscheinen dort Stellenanzeigen, etwa als „Mitarbeiter in der Verwaltung im Home Office“ oder „Kaufmännische Assistenz im Homeoffice“. Die Beschäftigten sollen Zahlungen Dritter auf ihrem eigenen inländischen Bankkonto entgegennehmen und nach Anweisung weiterleiten oder in Kryptowerte tauschen. Die BaFin vermutet, dass das Geld von Menschen stammt, die Opfer krimineller, insbesondere betrügerischer Handlungen wurden. Es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber ohne Erlaubnis Zahlungsdienste und Kryptowerte-Dienstleistungen erbringen.
Kein Bezug zur echten KBG Pro GmbH
Auf der Website und in den Arbeitsverträgen berufen sich die Betreiber auf eine Gesellschaft aus Stuttgart. Nach der BaFin besteht kein Zusammenhang mit der KBG Pro GmbH. Die echte Firma ist damit unbeteiligt. Richten Sie keine Vorwürfe gegen sie, sondern sichern Sie, wer Ihnen tatsächlich Anweisungen gegeben hat.
So funktioniert die Masche
Der Job wirkt seriös: Arbeitsvertrag, Einarbeitung, feste Ansprechpartner. Nach kurzer Zeit kommen die ersten Gutschriften auf Ihr Privatkonto. Sie sollen das Geld weiterüberweisen oder an einer Kryptobörse in Coins tauschen und an eine Wallet schicken – angeblich als Abwicklung für Kunden. Ähnliche Angebote liefen früher oft unter der Bezeichnung „Treuhandassistent“. Die BaFin hat davor bereits mehrfach gewarnt.
Das Geld auf Ihrem Konto gehört nicht Ihrem Arbeitgeber. Es stammt nach der Einschätzung der BaFin vermutlich von Betrugsopfern. Ihr Konto wird so zur Zwischenstation zwischen Opfer und Täter.
Was das für Sie bedeutet
Sie sind selbst getäuscht worden. Trotzdem landet Ihr Name in den Ermittlungen, denn die Opfer haben auf Ihr Konto überwiesen. Banken bemerken solche Zahlungsströme häufig, sperren das Konto und kündigen die Geschäftsbeziehung. Danach kann eine Vorladung der Polizei folgen, der Vorwurf lautet dann oft Geldwäsche. Was in dieser Lage gilt, beschreibt der Beitrag Konto auf Ihren Namen, Vorladung wegen Geldwäsche – was tun?
Ihre Schritte ab heute
- Leiten Sie keine weitere Zahlung weiter und tauschen Sie nichts mehr in Kryptowerte.
- Informieren Sie Ihre Bank schriftlich über die eingegangenen Zahlungen und den Verdacht.
- Sichern Sie Arbeitsvertrag, Stellenanzeige, Chatverläufe, E-Mails, Kontoauszüge sowie Wallet-Adressen und Transaktions-IDs.
- Machen Sie gegenüber der Polizei keine Aussage, bevor Sie anwaltlich beraten sind.
Kommt eine Gutschrift von einem Unbekannten, überweisen Sie sie nicht eigenmächtig weiter. Warum das gefährlich ist, erklärt der Beitrag Gutschrift von Unbekannt – Geldwäschefalle?
Die Spur des Geldes schützt auch Sie
Haben Sie Geld in Kryptowerte getauscht und weitergeschickt, lässt sich der Weg über die Blockchain nachzeichnen. Das hilft den Opfern – und es dokumentiert, dass Sie nur auf Anweisung gehandelt haben. Wie eine solche Analyse abläuft, beschreibt die Seite zum Krypto-Tracing.
Sie haben über kbg-beratung.de Zahlungen auf Ihrem Konto erhalten? Schicken Sie mir Arbeitsvertrag, Chatverlauf und Kontoauszüge – ich sage Ihnen, was jetzt zu tun ist.

