„Das Warten hat ein Ende … IST OFFIZIELL STARTBEREIT!“ – mit diesem Satz beginnen rund 100 Websites, vor denen die BaFin warnt. Sie geben sich als Projekt der Bundesregierung aus. Die BaFin stellt klar: Die Bundesregierung hat damit nichts zu tun. Die Liste hat sie zuletzt am 20.10.2026 erweitert.
Nach der Mitteilung der Finanzaufsicht BaFin bieten die Betreiber dieser nahezu identischen Websites ohne Erlaubnis Finanz- bzw. Kryptowerte-Dienstleistungen an. Die Seiten haben kein rechtsgültiges Impressum. Die unbekannten Betreiber behaupten nach der BaFin wahrheitswidrig, ihr Geschäft sei ein Projekt der deutschen Bundesregierung. Weder die Bundesregierung noch ein Bundesminister steht nach der BaFin in Verbindung zu ihnen. Ihre Warnung stützt die BaFin auf § 37 Abs. 4 Kreditwesengesetz und § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz.
Woran Sie die Seiten erkennen
Alle Seiten folgen demselben Muster: der Startsatz mit dem Namen der Plattform in Großbuchstaben, der Verweis auf die Bundesregierung, kein Impressum. Die Namen klingen ähnlich und erfunden, oft mit drei Endungen – .com, .net und .org. Beispiele aus der BaFin-Liste sind bundvestia.net, dolerix.com, lorinexa.net, miranexo.org und veratixo360.com.
Die BaFin weist zudem auf einen möglichen Zusammenhang mit weiteren Seitenreihen hin, die gleiche Namensbestandteile verwenden. Ein Name, der heute noch nicht auf der Liste steht, kann morgen dazukommen.
Kein Staat verkauft Krypto-Renditen
Ein Ministerium wirbt nicht auf einer Plattform ohne Impressum für Kryptohandel. Staatliche Förderprogramme laufen über bekannte Stellen und nicht über Seiten mit Fantasienamen. Wer mit dem Namen der Regierung wirbt, will genau den Zweifel ausschalten, den Sie gerade haben.
Sie haben sich registriert oder gezahlt?
- Zahlen Sie nichts mehr ein, auch keine Gebühr für eine angebliche Auszahlung.
- Beenden Sie Anrufe von „Beratern“ und erlauben Sie keinen Fernzugriff auf Ihre Geräte.
- Sichern Sie die Adresse der Seite, Screenshots, Chatverläufe und alle Zahlungsbelege.
- Bitten Sie Ihre Bank schriftlich um Rückruf der Überweisungen.
- Rechnen Sie mit Anrufen, die Ihre Daten weiterverwenden – auch von angeblichen Behörden.
Haben Sie nur Ihre Kontaktdaten eingetragen, ist noch kein Geld geflossen. Sagen Sie jedem Anrufer ab, der sich darauf beruft.
Geld schon weg?
Dann zählt der Zahlungsweg. Empfänger-IBAN und Transaktions-IDs führen weiter als jeder Plattformname. Wie Ermittler Kryptozahlungen verfolgen, zeigt die Seite zum Krypto-Tracing. Nach dem ersten Schaden melden sich oft angebliche Retter, die gegen Vorkasse helfen wollen. Woran Sie diese erkennen, lesen Sie im Beitrag zum Recovery Scam.
Sie haben auf einer Seite mit „Das Warten hat ein Ende“ eingezahlt? Schicken Sie mir die Adresse der Seite und Ihre Zahlungsbelege – ich prüfe, wohin Ihr Geld geflossen ist.

